Bericht: Weihnachtskegeln der Jugendabteilung
Vorwort
Viele haben sich in den vergangenen Tagen gefragt, ob es richtig ist, dieses Ereignis nur zwei Tage nach dem Tod von Stefan stattfinden zu lassen. Diese Frage ist berechtigt – und sie wurde auch innerhalb des Vereins intensiv und mit schwerem Herzen diskutiert.
Die Trainer und Betreuer, die heute vor Ort waren, sind nicht leichtfertig zu dieser Veranstaltung gegangen. Ganz im Gegenteil: Sie sind mit großer Traurigkeit, mit schwerem Herzen und in Gedanken bei der Familie erschienen. Gleichzeitig tragen wir als Sportverein aber auch eine Verantwortung – gegenüber den Kindern, gegenüber der Jugend und damit auch gegenüber der Zukunft unseres Vereins und unserer Gesellschaft.
Gerade in schweren Zeiten ist es wichtig, den jungen Menschen Halt, Struktur und auch Momente der Freude zu geben. Dieses Weihnachtskegeln sollte genau das sein: ein kurzes Innehalten, ein Ausbrechen aus dem Alltag, ein kleiner Lichtblick.
Besonders bewegend war, dass auch die beiden Schwiegersöhne mit ihren Söhnen – den Enkeln von Stefan – anwesend waren. Diese gemeinsamen 90 Minuten haben ihnen ein Stück Freude zurückgegeben, die sie in den vergangenen Tagen durch den schmerzlichen Verlust kaum finden konnten. Auch die leuchtenden Augen der vielen anderen Kinder haben uns gezeigt, dass diese Entscheidung richtig war.
Uns ist bewusst, dass manche diese Durchführung als pietätlos oder respektlos empfinden könnten. Wir möchten jedoch ausdrücklich sagen: Dieses Ereignis war auch in Stefans Sinne – als Fußballer, als Vater und als Opa. Er war jemand, dem Kinder, Jugend und Vereinsleben immer am Herzen lagen.
Die Trainer und Betreuer haben es trotz eigener Trauer geschafft, den Kindern einen besonderen Tag zu ermöglichen, Erinnerungen zu schaffen und ihnen eine wertvolle Erfahrung mitzugeben. Erfahrungen, die jungen Menschen auch in schwierigen Zeiten helfen, das Leben einzuordnen.
Aus all diesen Gründen bitten wir um Verständnis, dass wir dieses Ereignis im Sinne der Kinder und Jugendlichen nicht abgesagen konnten. Rückblickend sind wir überzeugt: Es war die richtige Entscheidung.
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Weihnachtskegeln der Jugendabteilung
Am Sonntag fand im Wirtshaus am Niederntor das traditionelle Weihnachtskegeln unserer Jugendabteilung statt. Über den gesamten Tag hinweg nutzten alle Jugendmannschaften – von den Minikickern bis zur A-Jugend – die Gelegenheit, gemeinsam zu kegeln, zu lachen und die Vorweihnachtszeit sportlich ausklingen zu lassen.
Für viele Kinder war es der erste Kontakt mit der Kegelbahn, für andere einfach ein schöner gemeinsamer Abschluss eines ereignisreichen Jahres. Nach dem Kegeln stärkten sich die Mannschaften im Gasthaus, tauschten sich aus und genossen das Zusammensein abseits des Fußballplatzes.
Trotz der spürbaren Traurigkeit war dieser Tag geprägt von Gemeinschaft, Zusammenhalt und vielen kleinen Momenten der Freude. Momente, die gezeigt haben, wie wichtig Vereinsleben gerade in schwierigen Zeiten ist.
Ein großer Dank gilt allen Trainern, Betreuern und Helfern, die diesen Tag möglich gemacht haben – und vor allem den Kindern und Jugendlichen, die mit ihrer Offenheit, ihrem Lachen und ihrer Lebensfreude diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht haben.
















