D2: Steht sich selbst im Weg

Am 10. Spieltag der Kreisliga A gastierten wir beim BSV Müssen und mussten uns am Ende bitter mit 1:2 geschlagen geben.
Bereits vor dem Anpfiff standen die Vorzeichen alles andere als gut: Kurzfristig fielen verletzungsbedingt gleich drei wichtige Unterschiedsspieler aus, sodass wir auf mehreren Positionen improvisieren mussten und einige Spieler Aufgaben übernehmen mussten, die nicht ihren eigentlichen Stärken entsprachen.
Trotz der schwierigen Personalsituation starteten wir gut in die Partie. Wir übernahmen früh die Spielkontrolle, ließen den Ball ordentlich laufen und erspielten uns erste Torchancen. Allerdings fehlte uns zunächst die letzte Konsequenz im Abschluss. Nach rund einer Viertelstunde gerieten wir dann unglücklich und aus unserer Sicht unverdient in Rückstand. Nach einer Hereingabe stand ein Müßner Angreifer am Sechzehner völlig frei und brachte den Ball mit einem satten Abschluss im Tor unter.
Wir ließen uns davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und blieben unserer Linie treu. Wir kontrollierten weiterhin das Spiel und kamen schließlich verdient zum Ausgleich. Henry erzielte mit einem sehenswerten Volleytreffer das 1:1. Insgesamt hatten wir deutlich mehr Spielanteile, ließen jedoch weiterhin zu viele Möglichkeiten ungenutzt.
In der Halbzeitpause sprachen wir einige Punkte an, die wir verbessern mussten, um das Spiel erfolgreich zu gestalten. Doch kurz nach Wiederbeginn sorgte eine umstrittene Entscheidung des Schiedsrichters für großen Unmut. Nach einem Handspiel entschied der bereits zuvor unsicher wirkende Unparteiische auf Handelfmeter für den BSV Müssen. Dabei war Levins Arm aus unserer Sicht eng am Körper angelegt, zudem hatte auf dem gesamten Sportplatz niemand einen Strafstoß gefordert. Dennoch zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt und Müssen verwandelte sicher zum 2:1.
Wenig später überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst sah ein Spieler des BSV Müssen die glattrote Karte, nachdem er einen unserer Spieler mit dem Bein im Bauch getroffen hatte. Eine klare Absicht war dabei nicht zu erkennen und der gefoulte Spieler konnte weiterspielen, weshalb auch diese Entscheidung für Diskussionen sorgte. In der Folge wurde die Partie zunehmend hitziger. Mehrere Gelbe Karten auf Müßner Seite folgten, ehe der Gastgeber nach einem weiteren Platzverweis nur noch zu siebt auf dem Feld stand. Nach einem Foulspiel beleidigte ein Müßner Spieler den Schiedsrichter und wurde daraufhin ebenfalls des Feldes verwiesen.
Damit spielten wir über rund 20 Minuten in doppelter Überzahl. Es entwickelte sich praktisch ein Spiel auf ein Tor. Müssen zog sich komplett in den eigenen Strafraum zurück und konzentrierte sich ausschließlich aufs Verteidigen. Wir erspielten uns zahlreiche Möglichkeiten, scheiterten jedoch entweder am eigenen Unvermögen oder am stark haltenden gegnerischen Torwart. Trotz enormer Spielanteile gelang es uns nicht mehr, den verdienten Ausgleich zu erzielen.
Am Ende mussten wir eine unnötige und äußerst bittere Niederlage hinnehmen. Der BSV Müssen machte insgesamt nur wenig für das Spiel, holte aus seinen wenigen Möglichkeiten jedoch das Maximum heraus. Wir hingegen schafften es nicht, unseren Aufwand in Zählbares umzumünzen. Vor allem in der zweiten Halbzeit gelang es uns nicht mehr, unsere gewohnte Leistung auf den Platz zu bringen, wodurch unser Spiel zunehmend an Struktur verlor.
Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war dementsprechend riesig. Mit einem Sieg hätten wir den Vorsprung auf den Zweitplatzierten auf acht Punkte ausbauen können. Nun beträgt der Abstand bei einem Sieg im Nachholspiel am Freitag lediglich noch zwei Punkte, wodurch der Kampf um die Meisterschaft bis zum letzten Spieltag spannend bleibt.



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