Aufstiegsspiele zur Bezirksliga: Warum der Blomberger SV mit A- und B-Jugend verzichtet

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Sowohl unsere A-Jugend als auch unsere B-Jugend haben sich in der abgelaufenen Saison sportlich für die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga qualifiziert. Darauf sind wir als Verein sehr stolz, denn diese Leistungen sind das Ergebnis einer hervorragenden Arbeit unserer Spieler, Trainerteams und aller Beteiligten im Jugendbereich.

Trotz dieser sportlichen Erfolge haben wir uns nach intensiven Gesprächen und sorgfältiger Abwägung dazu entschieden, weder mit der A-Jugend noch mit der B-Jugend an den Aufstiegsspielen teilzunehmen.

Diese Entscheidung hat verschiedene Gründe, die eng mit der langfristigen Ausrichtung unseres Vereins und unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern verbunden sind.

Bei den Senioren haben wir die vergangene Saison mit zwei Mannschaften und rund 50 Spielern bestritten. Dabei hat sich gezeigt, dass insbesondere in der zweiten Mannschaft nicht alle Spieler die Spielanteile erhalten konnten, die sie sich gewünscht haben. Daraus entstand bei einigen Spielern verständlicherweise Frust. Als Breitensportverein sehen wir es jedoch als eine unserer wichtigsten Aufgaben an, möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihren Sport auszuüben und aktiv am Vereinsleben teilzunehmen.

Für uns bedeutet Vereinsarbeit weit mehr als Tabellenplätze und Ergebnisse. Wir möchten Menschen zusammenbringen, Freundschaften fördern, Gemeinschaft stärken und jedem Spieler die Chance geben, regelmäßig Fußball zu spielen. Deshalb war frühzeitig klar, dass wir zur neuen Saison eine dritte Seniorenmannschaft benötigen. Nur so können wir unserem Anspruch gerecht werden, allen Spielern ausreichend Einsatzzeiten und eine sportliche Heimat zu bieten.

Um diesen Schritt umsetzen zu können, mussten wir jedoch die personelle Situation im gesamten Verein betrachten. Besonders in der A-Jugend verfügten wir über einen sehr großen Kader mit 27 Spielern. Eine Größe, die für eine Mannschaft langfristig kaum sinnvoll zu managen ist. Hätten wir den Kader unverändert gelassen, wären zwangsläufig erneut Spieler mit zu wenig Spielzeit zurückgeblieben – genau die Situation, die wir bereits im Seniorenbereich erlebt haben.

Deshalb haben wir uns dazu entschieden, mehrere Spieler des älteren Jahrgangs 2008 frühzeitig in den Seniorenbereich zu integrieren und dort fest einzuplanen. Dieser Schritt stärkt unsere Seniorenmannschaften und schafft gleichzeitig die notwendige Kaderstruktur, um drei Mannschaften im Herrenbereich aufrechterhalten zu können.

Uns ist bewusst, dass dadurch die sportliche Stärke der A-Jugend beeinflusst wird. Genau deshalb war für uns die Konsequenz, auf die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga zu verzichten. Die Entscheidung ist uns keineswegs leichtgefallen. Es gab unterschiedliche Meinungen innerhalb der Mannschaft, im Trainerteam und auch im Verein. Dennoch sind wir überzeugt, dass dieser Weg langfristig der richtige für den Blomberger SV ist.

Unser Ziel bleibt es, die Entwicklung jedes einzelnen Spielers in den Mittelpunkt zu stellen. Wir möchten, dass möglichst viele Spieler regelmäßig auf dem Platz stehen, Verantwortung übernehmen und sich sportlich wie persönlich weiterentwickeln können. Dafür braucht es ausreichend Einsatzzeiten und ein Umfeld, in dem jeder seinen Beitrag leisten kann.

Auch bei der B-Jugend stand die Entwicklung der Spieler im Vordergrund. Es sind 13 Spieler des älteren B-Jahrgangs in die A-Jugend aufgerückt, wodurch sich die personelle Situation in der B-Jugend massiv verändert hat. Nach intensiven Gesprächen, auch mit den Spielern und Eltern der „neuen“ B-Jugend, kamen wir zu dem Entschluss, dass es für die betroffenen Spieler sinnvoller ist, in ihrer aktuellen Spielklasse zu bleiben. Dort können sie sich ohne den zusätzlichen Druck einer höheren Liga weiterentwickeln und die Inhalte umsetzen, die ihnen die Trainer vermitteln möchten.

Gerade im Jugendfußball darf die Entwicklung nicht hinter kurzfristigen sportlichen Zielen zurückstehen. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Spieler langfristig mehr davon profitieren, wenn sie regelmäßig spielen, Verantwortung übernehmen und sich in einem passenden Umfeld entwickeln können.

Die sportliche Qualifikation für die Aufstiegsspiele zeigt, welches Potenzial in unseren Mannschaften steckt. Darauf sind wir stolz. Gleichzeitig sehen wir uns als Verein in der Verantwortung, Entscheidungen nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern immer mit Blick auf alle Spieler, die Gemeinschaft und die Zukunft des Blomberger SV zu treffen.

Zusätzlich sind wir der Überzeugung, dass es aus sportlicher Sicht fair und verantwortungsvoll ist, anderen Vereinen keine Entwicklungsmöglichkeiten zu nehmen. Wenn wir bereits frühzeitig wissen, dass wir die sportlichen und organisatorischen Voraussetzungen für einen Aufstieg in der kommenden Saison nicht optimal erfüllen können, gehört es für uns dazu, anderen qualifizierten Mannschaften die Chance zu geben, den Schritt in eine höhere Spielklasse zu gehen. Auch dieser Aspekt hat unsere Entscheidung maßgeblich beeinflusst und bestätigt, dass der Verzicht auf die Aufstiegsspiele für uns der richtige und notwendige Weg ist.

Wir bedanken uns bei allen Spielern, Trainern, Eltern und Unterstützern für ihr Verständnis und ihren Einsatz. Gemeinsam werden wir auch in der kommenden Saison alles dafür tun, unsere Spieler bestmöglich zu fördern und den Blomberger SV weiterzuentwickeln.